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Indikationen

Indikationen für die stationäre Akutbehandlung/Krankenhausbehandlung.

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Problemkreis
Schmerz - Angst - Depression

Die wenigsten psychischen Störungen treten isoliert auf

Meist sind sie verbunden mit anderen seelischen und körperlichen Mißempfindungen und Einschränkungen. Neuro-biologische Studien belegten zwischenzeitlich einen engen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von

  • Schmerzstörungen,
  • Angststörungen und
  • depressiven Störungen.

Moderne bildgebende Verfahren legen nahe, dass identische bzw. eng verschaltete Hirnregionen (z.B. Mandelerne und Hypothalamus) für die Wahrnehmung und Bewertung von Gefühlen und damit auch für die Entstehung von Schmerz-, Angst- und depressiven Erkrankungen verantwortlich sind. Dabei spielt das sog. "biographische Gefühlsgedächtnis", in welchem alle bisher durchlebten Gefühlszustände gespeichert sind, ein entscheidende Rolle.

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen

Dabei leiden etwa 10-15% der Bürger der Bundesrepublik Deutschland an behandlungsbedürftigen Angsttörungen. Die hohe Chronifizierungsrate liegt an der im Durchschnitt noch sehr späten richtigen Diagnosestellung. Es werden unterschieden:

  • spezifische Phobien, wie z.B. Höhenangst
  • soziale Phobien (Angst, von anderen prüfend und abschätzend betrachtet zu werden)
  • Panikstörungen (spontane Angstanfälle) mit oder ohne Agoraphobie (Platzangst)
  • generalisierte Angststörungen ("sich ständig Sorgen zu machen").

Weltweit leiden laut WHO 300 Millionen Menschen an Depressionen

Allein in Deutschland leiden etwa 7,8 Millionen Menschen an Depressionen, davon 5 Millionen Frauen. Viele Studien führen eine hohe Komorbidität mit Angststörungen und/oder Schmerzstörungen und Persönlichkeitsstörungen an, was einer der Gründe für die hohe Rückfallrate von fast 90% von depressiven Störungen ist.

Etwa ein Drittel aller Patienten, die einen Hausarzt aufsuchen, leiden unter somatoformen Störungen, wovon wiederum 70 % das Leitsymptom Schmerz haben.

Die körperlich erlebten Beschwerden können alle Organsysteme betreffen, weshalb Menschen mit solchen Störungen - trotz häufiger Inanspruchnahme von Ärzten mit wiederholt negativen Untersuchungsergebnissen - oft unkorrigierbar an der Überzeugung festhalten, "organisch" krank zu sein, so dass gerade bei diesen Störungen eine hohe Chronifizierungsgefahr besteht. Auch vermehrte Müdigkeit nach geistigen Anstrengungen oder körperliche Erschöpfung und Schwäche nach nur geringen körperlichen Anstrengungen müssen nach Ausschluss organischer Ursachen an eine somatoforme Störung denken lassen. Im Regelfall besteht eine hohe Komorbidität zu Persönlichkeitsstörungen, depressiven und Angststörungen.