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Indikationen

Indikationen für die stationäre Akutbehandlung/Krankenhausbehandlung.

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Seminar Angstbewältigung

Das Seminar zur Angstbewältigung richtet sich an Betroffene

  • mit Panikstörung, mit und ohne Agoraphobie (d.h. an solche, die von Angstfallen überfallen werden)
  • mit genauer umschriebenen Ängsten (also spezifischen Phobien, z.B. Höhenangst)
  • mit unangemessenen und quälenden Ängsten vor Krankheit oder
  • mit Ängsten davor, von anderen Menschen prüfend betrachtet zu werden (soziale Phobie)
  • mit generalisierter Angststörung, d.h. falls das ständige unangemessene Sich-Sorgen-Machen im Vordergrund steht.

Zum Begriff Angst

Angst ist wahrscheinlich das grundlegendste unserer Gefühle. Seine biologischen Grundlagen, die wir als Stress erleben, finden sich nicht nur bei Menschen, sondern auch bei allen Tierarten bis hin zu wirbellosen Tieren. Angst kann von einem flüchtigen leichten Unwohlsein bis zu extremer Panik reichen.

Angst ist unangenehm und signalisiert Gefahr. Als sinnvolle Reaktion auf Bedrohungen sichert sie unser Überleben. Ihre körperlichen Reaktionen wie z.B. erhöhter Herzschlag und eine stärkere Durchblutung der großen Muskeln bereiten unseren Körper auf "Kampf oder Flucht" vor. Nur dies war vor nicht allzu langer Zeit Garantie für das Überleben, wer zu langsam ist, unterliegt und verliert im schlimmsten Fall sein Leben.
Unbekannte Situationen, die wir noch nicht einschätzen können, führen auf körperlicher Ebene immer zu einer Kampf-Flucht-Reaktion und je nach innerer Bewertung zu einem mehr oder weniger großen Gefühl der Angst. Die damit verbundene erhöhte Wachsamkeit und "Hellhörigkeit" fördert die Anpassung an Situationen, deren Ausgang wir nicht sicher einschätzen können, wie z.B. Bewerbungsgespräche oder Prüfungssituationen, Ängste sind daher in den geschilderten Situationen hilfreich und sinnvoll.

Alarmsystem Angst

Störend und nicht logisch nachvollziehbar sind Angstreaktionen, wenn das "Alarmsystem Angst" entweder ohne äußerlich erkennbaren Anlass oder bei kleinsten ungefährlichen Umweltveränderungen überreagiert. Diese als extreme Stresssituationen erlebten Zustände führen zu dramatischen Reaktionen der Kampf-Flucht-Mechanismen.
Dabei ist weniger bekannt, dass starke Benommenheit, Flimmern vor den Augen, Taubheit und Kribbeln in Körperteilen, steife, schmerzende Muskeln und Atemnot bis hin zu Erstickungsgefühlen ebenfalls Angstsymptome sein können. Solche Empfindungen können, da die Betroffenen die Ursache dafür nicht kennen, dann Angst bis zur Panik steigern. Angst wie alle anderen Gefühle hat eine

  • körperliche,
  • auf das Denken einwirkende und
  • auf das Verhalten einwirkende Dimension.

Plötzliche, scheinbar unerklärliche Angstanfälle sind das Ergebnis eines Teufelskreises, der in jeder der eben genannten Dimensionen seinen Ausgangspunkt haben kann.
So kann z.B. die Interpretation eines schnelleren Herzschlages als normale körperliche Reaktion auf Belastung oder Stress lauten, dass diese gefährlich sei, was sofort zur Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn (wie z.B. Adrenalin) führt, was die Stressreaktion verstärkt und neben einem weiteren Anstieg des Herzschlages noch zu weiteren Angstreaktionen führt und damit ein Aufschaukelungsprozess in Gang kommt, der Symptome auslöst, welche mit Todesangst verbunden sind. Diese dramatischen Zustände vermindern sich oft rasch, wenn der Betroffenen das Gefühl von Sicherheit, z.B. durch das Hinzukommen eines Arztes, entwickeln kann. Die Dramatik der körperlichen Symptome lassen viele Betroffene irrigerweise die Überzeugung gewinnen, lebensbedrohlich, z.B. durch einen Herzinfarkt, krank zu sein, da die Symptome tatsächlich denen eines Herzinfarktes ähneln. Nur dass hier die Angst die massiven Symptome bei einem Herzgesunden auslöst, während beim Herzinfarkt die Folge des lebensbedrohenden Zustandes ist.

Erhöhter Stress, d.h. ein allgemein erhöhtes Spannungsniveau und das Vorhandensein von Stressoren, die zur Auslösung und Aufrechterhaltung von Stresssituationen führen, führen zu einer Übererregung des Gefühlsbewertungssystems im Gehirn, den Mandelkernen im limbischen System, so dass dadurch Angst- aber auch Schmerzerkrankungen ausgelöst werden können.